Johannistag und Johannisfeuer 2020

Zum Johannistag finden sich in der Literatur viele Ernteregeln und Erntetraditionen. So neigt sich in der Regel um den 24. Juni die Schafskälte und die Frostgefahr dem Ende zu und die Ernte vieler Feldfrüchte beginnt. In Österreich werden am 24. Juni vielerorts sogennante „Johannisfeuer“ entfacht. Im Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer Dämonen abwehren.

Termin Johannistag

  • Johannistag 2020 ist am Dienstag, den 23. Juni 2020

Johannistag ist ein Lostag am 24. Juni.  Einige Pflanzen und Tiere der sind nach diesem Tag benannt:

  • Das Johanniskraut, (blüht im Juni)
  • Die Johannisbeere, (wird im Frühsommer reif)
  • Der Johanniskäfer (auch als  Glühwürmchen bekannt, kann man vor allem im Juni in der Dämmerung beobachten)
  • Die Johannisblume (in Bayern und Österreich hat die Echte Arnica  den Trivialnamen Johannisblume) blüht ebenfalls im Juni

Wann ist Spargelsilvester

  • Da bei Spargel und Rhabarber die Ernte um dem 24. Juni abgeschlossen ist trägt der Johannistag auch den Beinamen „Spargelsilvester“´. Außerdem finden in Regionen mit etwas schlechteren Klima wie etwa in den Alpen in Österreich, Schweiz und Deutschland sowie  an der Ost- und Nordsee die Heuernte statt, vielerorts bezeichnet man diese als „Johannisschnitt“.

Bauernregeln zum Johannistag am 24. Juni

  • Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst Du richten Deine Sensen.
  • Der Kuckuck kündet teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit.
  • Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm.
  • Johannisnacht: Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.
  • Glüh`n Johanniswürmchen helle, schöner Juni ist zur Stelle.
  • Regnet’s am Johannistag, regnet es noch vierzehn Tag.
  • Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf.
  • Der Kuckuck kündet gar teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit.
  • Vor dem Johannistag, keine Gerste man loben mag.
  • Regen am Johannistag, nasse Ernt` man erwarten mag.
  • Sankt Johannis Regengüsse, verderben uns die besten Nüsse.
  • An Sankt Johanni Abend, leg die Zwiebel in ihr kühles Beet.
  • Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst du richten deine Sensen.
  • Wie’s Wetter am Johanni war, so bleibt’s wohl 40 Tage gar.
  • Bis Johanni nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen.
  • Vor dem Johannistag man Gerst und Hafer nicht loben mag.

Altweibersommer 2020

Der Altweibersommer ist eine so genannte meteorologische Singularität, ähnlich den Eisheiligen im Frühling, der Schafskälte im Juni und dem Martinisommer im Spätherbst. Der Altweibersommer bezeichnet einen Zeitabschnitt mit einer sehr stabilen Wetterlage, meist im September. Diese stabile Wetterlage sorgt für ein warmes Ausklingen des Sommers. So wurde etwa das Oktoberfest in München im Laufe der Zeit vom ursprünglich Mitte Oktober zum Ende des Septembers hin vorverlegt. Der Altweibersommer tritt in etwa auch zur gleichen Zeit in den USA auf und ist dort unter dem Namen „Indian Summer“ bekannt. Einen fixen Termin wie bei den Eisheilgen, der Schafskälte oder dem Siebenschläfertag gibt es beim Altweibersommer allerdings nicht.

Der Name „Altweibersommer“ leitet sich nicht von alten Damen, die in der Sonne sitzen, ab, sonder von Spinnfäden, mit denen junge (Baldachin)spinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.

Einige Bauernregeln zum Altweibersommer:

  • Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.
  • Der Altweibersommer tut nicht lange gut, und steht er auch in aller Heiligen Hut
  • Ist ess zu Allerheiligen rein, tritt der Altweibersommer ein.