Kalte Füße im Mai? Ja, das gibt es! Die „Eisheiligen“ sind eine feste Größe im Jahreslauf und bei vielen gefürchtet. Aber wissen Sie genau, wann sie stattfinden, welche Heiligen dahinterstecken und warum der Beginn dieser frostigen Tage in Nord- und Süddeutschland variiert? Tauchen wir ein in die Welt dieser meteorologischen Besonderheit.
Wetterwarnung Eisheilige 2026
Für Mitte Mai ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, eine konkrete Wetterprognose abzugeben. Allerdings kündigt sich für Mitte April bereits ein massiver Käleteeinbruch in der Woche zwischen 20. April und 25. April an. Achten Sie auf den lokalen Wetterbericht und schützen Sie sofern notwendig empfindliche Pflanzen und Obstbäume vor Frostschäden.
Meteorologisch betrachtet kann das Phänomen damit erklärt werden, dass ab Anfang Mai die Temperaturen am europäischen Festland meistens bereits recht hoch sind. Der Kontinent bzw. das Festland erwärmt sich zu diesem Zeitpunkt in der Regel sehr schnell.
Da sich das Meer allgemein langsamer erwärmt , kommt es zu Temperaturdifferenzen zwischen Festland und Ozean: Es entstehen Tiefdruckgebiete. Die Luftmassen verschieben sich und die warmen Luftströmungen des Festlands ziehen nach Norden. Dadurch werden wiederum eiskalte Luftströmungen aus den nördlichen Polargebieten auf das Festland gedrückt. Sind die Nächte sternenklar, können die Temperaturen vielerorts unter die Null-Grad-Marke sinken.
Die Eisheiligen finden vom 11. Mai bis zum 15. Mai statt. Sie sind unter dem Namen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia von Rom bekannt. Da sich die alten Bauernregeln auf den Julianischen Kalender beziehen und sich seit der Gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 die Daten verschoben haben, finden heutzutage die Kälteeinbrüche immer wieder um mehr als eine Woche nach hinten verschoben statt, also erst ab ungefähr dem 20. Mai. Die Namenstage der Heiligen sind aber dennoch auf ihren alten Platz im Kalender verblieben.
Wie wird Wetter zu den Eisheilige 2026?
Für Mitte Mai ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, eine konkrete Wetterprognose abzugeben. Allerdings kündigt sich für Mitte April bereits ein massiver Käleteeinbruch in der Woche zwischen 20. April und 25. April an. Achten Sie auf den lokalen Wetterbericht und schützen Sie sofern notwendig empfindliche Pflanzen und Obstbäume vor Frostschäden.
Wie war das Wetter zu den Eisheilige in den vergangen Jahren
In Norddeutschland wird meist Mamertus als erster Eisheiliger gerechnet, im Bayern meist Servatius, das liegt daran dass sich die Kälte vom Norden nach Süden ausbreitet, daher kommen die Eisheiligen in Norddeutschland früher, bzw. zählt man dort fünf Eisheilige, in Bayern und Österreich und der Schweiz jedoch meist vier oder drei.
3. Wie lauten die Namen der Eisheiligen
Eine kurze Einführung zu allen fünf Eisheiligen, in manchen Regionen werden auch nur drei Eisheilige gedacht.
Mamertus – 11. Mai
Mamertus war ein katholischer Bischof, der um 400 nach Christus in Lyon geboren wurde und am 11. 05. 477 in Gallien starb. Er galt als umfassend gebildet. Um 461 wurde er Erzbischof von Vienne, das nahe Lyon liegt. Nach erheblichen Zerstörungen in seinem Erzbistum führte Mamertus die drei Bittgänge ein, die auch heute noch vor dem Fest Christi Himmelfahrt durchgeführt werden. Der Überlieferung nach soll der Erzbischof auch öfters Wunder vollbracht haben, wie zum Beispiel eine Feuerbrunst zu stoppen. Er wird bei Fiebererkrankungen, großen Dürren und Erkrankungen der Brust um Beistand angerufen. Seine Attribute sind die Mitra, der Bischofsstab und eine brennende Kerze.
Der heilige Pankratius wurde um 290 in Phrygien geboren, was in der heutigen Türkei liegt. Er starb um 304 als junger römischer Märtyrer der frühen Kirche in Rom. Sein Name bedeutet „Der Alles Besiegende“. Auf Darstellungen ist er des Öfteren in feinen Kleidern oder auch in einer Ritterrüstung zu sehen. Des Weiteren trägt er ein Schwert, eine Märtyrerkrone und einen Palmwedel.
Den Legenden nach war Servatius Bischof des in dem heutigen Belgien gelegenen Bistums Tongern. Servatius lebte demnach von 340 bis 384 nach Christus. Er soll den Hunneneinfall in Europa vorhergesagt haben, der tatsächlich um 450 stattfand. Angeblich wurde er mit einem Holzschuh erschlagen. Er wurde schließlich in Maastricht begraben. Üblicherweise wird bei Fußkrankheiten, Frostschäden und Rattenplagen um seinen Beistand gebeten. Seine Attribute sind der Holzschuh, ein Schlüssel, ein Drache und ein Adler.
Überlieferungen nach wurde Bonifatius in Rom geboren und starb wohl um 306 in der heutigen Türkei. Angeblich war er anfangs kein Christ, sollte aber christliche Reliquien aus Tarsus in der heutigen Türkei nach Rom überbringen. Dort erlebte er mit, wie Christen verfolgt werden und ließ sich aus Empathie ebenfalls taufen. Er stand zu seinem Glauben und wurde schließlich dafür durch siedendes Pech hingerichtet. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam nach Rom zurückgebracht. Sein Name bedeutet so viel wie „der gutes Geschick verheißende“. Auf Darstellungen sieht man ihn meist als Jüngling oder Greis, der in siedendem Pech gemartert wird.
Auch als „kalte Sophie“ oder Sopherl bekannt, ist Sophia von Rom die letzte der fünf Eisheiligen. Sie starb um 304 nach Christus als frühchristliche jungfräuliche Märtyrerin. Teile ihrer Reliquien wurde nach Straßburg gebracht. Andere liegen unter der Kirche Santi Silvestro e Martino ai Monti in Rom vergraben. Die heilige Sophia von Rom wird oftmals gegen Spätfröste angerufen und um eine gute Ernte zu erbitten. Sie ist oftmals mit Trog und Schwert, aber auch mit einem Palmwedel und einem Buch auf Darstellungen zu sehen.
Eisheilige sind nicht nur ein Phänomen im deutschsprachigen Raum, auch in anderen Ländern in Europa und selbst an der Ostküsten der Vereinigten Staaten und Kanada sind die Tage bekannt: