Altweibersommer

Der Altweibersommer ist eine so genannte meteorologische Singularität, ähnlich den Eisheiligen im Frühling, der Schafskälte im Juni und dem Martinisommer im Spätherbst. Der Altweibersommer bezeichnet einen Zeitabschnitt mit einer sehr stabilen Wetterlage, meist im September. Diese stabile Wetterlage sorgt für ein warmes Ausklingen des Sommers. So wurde etwa das Oktoberfest in München im Laufe der Zeit vom ursprünglich Mitte Oktober zum Ende des Septembers hin vorverlegt. Der Altweibersommer tritt in etwa auch zur gleichen Zeit in den USA auf und ist dort unter dem Namen „Indian Summer“ bekannt. Einen fixen Termin wie bei den Eisheilgen, der Schafskälte oder dem Siebenschläfertag gibt es beim Altweibersommer allerdings nicht.

Der Name „Altweibersommer“ leitet sich nicht von alten Damen, die in der Sonne sitzen, ab, sonder von Spinnfäden, mit denen junge (Baldachin)spinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.

Einige Bauernregeln zum Altweibersommer:

  • Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.
  • Der Altweibersommer tut nicht lange gut, und steht er auch in aller Heiligen Hut
  • Ist ess zu Allerheiligen rein, tritt der Altweibersommer ein.